Presseberichte
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Der Verein „Qualle" reagiert auf eine AfD-Anfrage
Zum Online-Bericht (08.07.2024): "Der Verein „Qualle" reagiert auf eine AfD-Anfrage"
Artikeltext
Die Stadtrats-Partei hält den Verein für anarchistisch. Der Verein „Qualle - Quartier für Alle e.V." aus dem Viertel Rechts der Wertach reagiert auf eine Anfrage der AfD im Augsburger Stadtrat. Die AfD wollte wissen, ob der Verein finanzielle Unterstützung durch die Stadt erhält und ob der Stadt bekannt ist, dass der Verein „eigenmächtig wegweisende Schilder unmittelbar unter Straßenschildern aufhängt." In der Anfrage schreibt die AfD, das Projekt vermittle einen anarchistischen Eindruck, weil zwei Parkplätze zu einem Ort der Begegnung umgewandelt worden seien. Wie berichtet, ist „Qualle" ein Quartiersprojekt, in dem sich Mensch vom Studenten bis zum Rentner für ihr Quartier einsetzten. Das von der AfD monierte Projekt war eine Nachbarschaftsoase, die in Zusammenarbeit mit der Stadt entstand und für die zwei Parkplätze eine Zeit lang zu einem Ort der Begegnung umgewandelt wurden. „Im Verein Qualle – Quartier für Alle e.V." sind Menschen verschiedenster politischer Ausrichtungen innerhalb des demokratischen Spektrums aktiv. Jeder ist willkommen, der oder die sich für eine lebendige demokratische Nachbarschaftskultur engagieren möchte" schreibt der Verein in einer Erwiderung auf die Anfrage. Platz für Autos gebe es überall auf den Straßen des Quartiers, Platz für Begegnung, nachbarschaftlichen Austausch und die Entwicklung nachbarschaftlicher Projekte nahezu keinen. „Gerade solchen Bestrebungen werden wir unser Engagement für einen lebendigen Stadtteil Rechts-der-Wertach weiter entgegensetzen. Für demokratisches Miteinander und gegen Hass und Hetze", so der Verein. (att)

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Im Clinch mit der AfD-Stadtratsfraktion Augsburg
Zum Online-Bericht: neue-szene.de – Im Clinch mit der AfD-Stadtratsfraktion Augsburg
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Nachdem wir erst nach drei Wochen und über Umwege von der Anfrage der AfD-Stadtratsfraktion zu einer möglichen Unterstützung des Vereins Qualle – Quartier für Alle durch die Stadt Augsburg erfahren haben, folgt hier unser Statement zum Vorgang. Wir waren bis zuletzt unschlüssig, ob auf derartige Provokationen zu reagieren sinnvoll ist, da eine Reaktion stets mit Aufmerksamkeitsgewinn für die AfD einhergeht. Angesichts der Erfolge, die die AfD trotz der Fülle an Skandalen und offensichtlich gewordenen antidemokratischen Bestrebungen einfahren konnte, denken wir jedoch, dass darauf zu reagieren und hinter scheinbar harmlosen Anfragen die antidemokratischen Bestrebungen auch im lokalen Bereich kenntlich zu machen, nicht zu umgehen ist.
Die AfD Stadtratsfraktion stellte am 29. Mai eine Anfrage an die Stadt Augsburg zum Nachbarschaftsprojekt Qualle – Quartier für Alle e.V. mit der offensichtlichen Intention, eine gar nicht stattfindende – aber, wie wir finden, durchaus überlegenswerte – finanzielle Unterstützung der Stadt Augsburg für das Projekt zu skandalisieren.
Im Verein Qualle – Quartier für Alle e.V. sind Menschen verschiedenster politischer Ausrichtungen innerhalb des demokratischen Spektrums aktiv. Jede*r ist willkommen, der oder die sich für eine lebendige demokratische Nachbarschaftskultur engagieren möchte. Von Anhängern der Linken und Grünen bis hin zu Mitgliedern der CSU finden sich Menschen in der Qualle zusammen, um Demokratie als Lebensform jenseits parteipolitischer Auseinandersetzungen erfahrbar zu machen. Highlight unserer jüngsten Aktivität war das zusammen mit dem Quartiersmanagement organisierte Mittelstraßenfest, das die große kulturelle und soziale Vielfalt des Stadtteils in einem gelungenen Fest zusammenbrachte.
Platz für Autos gibt es überall auf den Straßen des Quartiers, Platz für Begegnung, nachbarschaftlichen Austausch und die Entwicklung nachbarschaftlicher Projekte nahezu keinen. Wir fragen uns, worum sorgt sich die AfD? Und mehr noch, was für eine Gesellschaft will die AfD? Hat die Sorge der AfD-Stadträte etwas zu tun mit der Vorstellung von Gesellschaft wie sie in der öffentlich gewordenen Bestrebung der massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund zum Ausdruck kommt? Oder mit der Ankündigung Höckes, nach Machtübernahme die deutsche Justiz zu säubern? Ist der AfD vielleicht die demokratische Lebensform, der die Qualle sich verpflichtet fühlt, ein Dorn im Auge? Will die AfD mit ihrer Anfrage die Stadt Augsburg anhalten, basisdemokratisches Engagement autoritär zu unterbinden?
Gerade solchen Bestrebungen werden wir unser Engagement für einen lebendigen Stadtteil Rechts-der-Wertach weiter entgegensetzen: Für demokratisches Miteinander und gegen Hass und Hetze.
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Projekt Qualle: Mitmachen statt demonstrieren
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Aus einem Studentenprojekt ist ein funktionierendes Quartiersmanagement entstanden. Wie man lokal die große Politik verbessern will. Von Fridtjof Atterdal.
Oberhausen Demonstrieren war dem Aktivisten „Lou" und seinen Mitstreitern von „Students for Future" nicht mehr genug: „Es wurde für uns Zeit, nicht mehr an die große Politik zu appellieren, sondern sich auf kleinster lokaler Ebene zu engagieren." Also löste sich die Ortsgruppe von Students for Future auf und gründete das selbst organisierte Quartiersprojekt „Qualle" in Rechts der Wertach. Das sind die Erfahrungen.
„Lou" hat bürgerlich einen anderen Namen. Im Quartier kenne man ihn nur unter diesem Namen, weshalb es dabei bleiben soll. Er ist ein Mitbegründer des Vereins Qualle, was ausgeschrieben „Quartier für Alle e. V." bedeutet. Den Verein gibt es seit Juni 2023 und er übernimmt die administrativen Aufgaben des Quartiersprojekts: „Wir haben das Projekt 'Qualle' ein gutes halbes Jahr vorbereitet – es gibt im Vorfeld jede Menge zu planen."
Der Fridays-for-Future-Slogan „Wir streiken, bis ihr handelt", erschien den Studenten nicht mehr zeitgemäß. „Nimmt man Mittelteil raus, steht da 'Wir handeln!', und das hat uns besser gefallen", sagt Lou. Menschen soll ein Gefühl der Selbstermächtigung vermittelt werden, indem sie basisdemokratisch in einem Quartiersprojekt mitbestimmen und handeln können. Es gehe darum, den zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen und Spaltungen mit nachbarschaftlicher Solidarität zu begegnen. „Wir sind überzeugt, dass Veränderungen im lokalen Zusammenleben sich auch auf größere Strukturen auswirken", sagt der Aktivist.
Mittlerweile engagierten sich Menschen vom Studenten bis zur Rentnerin für ihr Quartier, freut sich Lou. „Es treffen Menschen aufeinander, um sich zu vernetzen, miteinander den Stadtteil durch eine Vielzahl lokaler Projekte zu gestalten, demokratische Bildungsarbeit zu organisieren und auf diesem Wege Demokratie als solidarische Lebensform erfahrbar zu machen." Das erste Projekt, das mithilfe des Quartiersmanagers Rechts der Wertach verwirklicht wurde, war im vergangenen Jahr eine Nachbarschaftsoase, für die zwei Parkplätze zu einem Ort der Begegnung umgewandelt wurden. Von Anwohnern gab es massive Proteste. Sie waren sauer, weil Parkplätze weggefallen waren. Das Verständnis für die Oase war jedenfalls nicht groß. Der mit Parklets ausgestattete Begegnungsraum wurde im Oktober zurückgebaut. Qualle bezog ein eigenes Domizil in der Mittelstraße. Das neue Quartierszentrum sei nicht Ausgangspunkt der organisatorischen Aktivitäten, sondern vor allem auch ein lebendiger Ort in der Nachbarschaft, der die Menschen wieder zusammenbringen soll.
„Wo sonst kann man ohne Konsumzwang auf eine Tasse Kaffee zusammenkommen", sagt Lou. Im Nachbarschaftscafé gibt es samstags Kaffee gratis.
Mittlerweile seien weitere Projekte entstanden. Für Aufruhr sorgten die „Abstimm-Aschenbecher", die Menschen aus dem Quartier auf Initiative einer Rentnerin bauten. Der Frau waren die vielen Kippen in der Wertachstraße ein Dorn im Auge – jetzt können Raucher ihre Reste auf spielerische Weise entsorgen.
Ein weiteres Projekt ist eine Bibliothek der Dinge im Quartierszentrum. Hier kann man sich Gegenstände leihen, die man nur gelegentlich nutzt. So findet man hier von der Bohrmaschine über die Fahrradattasche bis zur elektrischen Heizung oder auch einen Campingstuhl allerlei Dinge. An jedem zweiten Samstag gibt es im Quartierszentrum eine Suppenküche für alle. Aus veganen geretteten Lebensmitteln wird auf Spendenbasis eine Suppe gekocht. Ebenfalls um gesunde Ernährung geht es bei „Incredible Edible". Das Projekt, das gerade noch auf seine Genehmigung durch die Stadt wartet, soll essbare Pflanzen auf dem Grünstreifen vor dem Quartierszentrum hervorbringen. Dazu sind acht Hochbeete geplant, auf denen Essbares angebaut wird, erklärt Lou.
Nächstes Projekt ist das „Mittelstraßenfest", das dieses Jahr vom Quartiersprojekt organisiert werden soll. Es findet am 22. Juni statt. „Bei dem Fest geht es weniger um politische Arbeit, sondern darum, sich im Quartier besser kennenzulernen", erklärt der Aktivist. Dafür sei eine Vielzahl von Aktionen und Ständen geplant.
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Seniorin geht gegen die Kippenflut vor
Zum Online-Bericht: "Eine 81-Jährige geht gegen die Kippenflut in der Wertachstraße vor"
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Helga Greiner ärgerte sich über die weggeworfenen Zigarettenstummel in der Wertachstraße. Die engagierte 81-Jährige hatte eine Idee – und dafür Mitstreiter gefunden. Von Ina Marks.
Kaffeekränzchen sind nicht Helga Greiners Ding. Die 81-jährige Augsburgerin sagt, sie engagiere sich in ihrer freien Zeit lieber sinnvoll. Dieses Mal in der Wertachstraße, die am Innenstadtrand an den Stadtteil Oberhausen angrenzt. Greiner ärgert sich schon seit Längerem über die dort weggeworfenen Zigarettenstummel. Wo doch die Straße so schön saniert wurde und Bäume angepflanzt wurden, findet sie. Nach eigenen Aktionen und Versuchen, die Situation auf den Bürgersteigen zu verbessern, ist Greiner zufällig auf eine Initiative gestoßen, deren Beteiligten die ältere Dame nun unterstützen.
Helga Greiner, die in Oberhausen lebt, kommt oft durch die Wertachstraße. Als sie eines Tages dort vor einem Waschsalon stand, stach ihr etwas ins Auge. „Das ganze Gitter vor dem Eingang steckte voller Kippen." Vor der Stadtsparkasse bot sich der Seniorin ein ähnliches Bild. Auch rund um die angepflanzten Bäume – alles voller Zigarettenüberreste.
„Aus einem Baum-Gitter zog ich über 200 Kippen heraus. Mir wurde klar, ich muss was dagegen unternehmen", erzählt Helga Greiner, die sich zeitlebens schon engagiert – sei es über 20 Jahre lang in der Stadtteilarbeit oder bei den Augsburger Friedenshäuschen. Auf dem Fußweg vor dem Waschsalon stellte die frühere Grundschullehrerin und Sozialpädagogin einen Eimer mit der Aufschrift „Kippenbox – danke" auf. Sie sei überrascht gewesen, wie gut das angenommen worden sei. „Fast alle Kippen landeten da drin." Doch eine Frage wurmte sie weiter.
Wie lässt sich diese Idee großflächiger und nachhaltiger umsetzen? „Als Einzelkämpfer kann man nichts erreichen", sagt Greiner. Sie habe gewusst, sie brauche Unterstützer. Das Schicksal meinte es gut mit der Seniorin und ihrer Idee: Es wartete auf Greiner quasi ums Eck. In der benachbarten Lindenstraße stieß die Augsburgerin im Sommer auf ein buntes Parklet, das dort aufgestellt worden war und mitunter Sitzgelegenheiten bot.
Dahinter steckt das Quartiersprojekt mit dem Namen „Qualle". Die Abkürzung steht für „Quartier für alle". Im Juni erst hatte sich eine Gruppe aus unterschiedlichsten Menschen, teils aus der Nachbarschaft Rechts der Wertach, teils aus den Bewegungen „Students for Future" und „Fridays for Future", zu der Initiative zusammengeschlossen.
Sie hat bereits ein Straßenfest sowie eine Foodverteiler-Station organisiert. Geplant ist die Eröffnung eines Quartierszentrums für die Nachbarschaft Rechts der Wertach. „Wir versuchen mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen, ihre Probleme und Bedürfnisse zu erfragen", erklärt Marisa Kubitschek von „Qualle". Man wolle nicht nur reden, sondern Dinge in die Tat umsetzen. Deshalb sei man von Helga Greiners Idee sofort begeistert gewesen. „Außerdem ist es außergewöhnlich, dass eine Dame in dem Alter engagiert." Mit Unterstützung der nun jungen Initiative ist die Seniorin jetzt ihrem Ziel, die Wertachstraße von Kippen zu befreien, einen guten Schritt weitergekommen.
Zusammen hat man an den zwölf Bäumen in der Straße selbst gebaute, große Aschenbecher aus Holz angebracht – verbunden mit originellen Aufforderungen, seine Kippen dort hineinzuwerfen, statt auf die Straße. Unterstützt werde man dabei inzwischen auch von ansässigen Geschäften und Organisationen wie „Tür an Tür" oder dem Bund Naturschutz Bayern, erzählt Greiner. Die Seniorin denkt bereits weiter. „Wenn das hier Erfolg hat, lässt sich das Konzept sicherlich auch auf andere Straßen übertragen." Die Ulmer Straße etwa, so findet sie, hätte es auch nötig.

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Selbstverwaltetes Straßenfest in Rechts der Wertach
Zum Online-Bericht: neue-szene.de – Selbstverwaltetes Straßenfest in Rechts der Wertach
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Das Quartiersprojekt Qualle (Quartier für Alle) feiert am kommenden Wochenende ein Straßenfest in Rechts der Wertach. Zwischen Lindenstraße und Schützenstraße wird der urbane Raum umgestaltet: Neben Flohmärkten und einem Tauschbasar, Essen für alle und Infoständen zum Thema Wohnraum, Live Musik und DJ-Sets, wird ein neuer Raum des Miteinanders gefunden, in dem Menschen ohne Konsumzwang aufeinander treffen – jenseits von Gentrifizierung.
Nachdem die Qualle im Juni ins Leben gerufen wurde, hat sich schnell eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichsten Backgrounds zusammengefunden, um für eine konstruktive Veränderungsperspektive für das Quartier aktiv zu werden. Dabei engagieren sich Menschen verschiedener Altersklassen und soziokultureller Kontexte in ihrer freien Zeit. Als Erfolge dieser Zusammenarbeit ist beispielsweise eine Foodverteiler-Station und ein Tauschregal hervorgegangen. Der nächste Schritt der Initiative ist die Eröffnung eines Quartierszentrums für die Nachbarschaft in Rechts der Wertach.
„Der gesellschaftlichen Ambivalenz wollen wir mit Solidarität und Toleranz begegnen. Wir sind der Ansicht, dass eine Transformation des Zwischenmenschlichen auch die Strukturen im Makrokosmos verändert", sagen die Aktiven der Qualle. „In der Hoffnung Synergien kreieren zu können, freuen wir uns auf den nächsten Schritt – das Straßenfest."
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Qualle - Quartier füer Alle
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Im Viertel Rechts der Wertach (Ecke Mittelstraße-Lindenstraße) entsteht ein Ort der Begegnung. Ein Ort, um sich auszutauschen, die Nachbarschaft kennenzulernen und die Gemeinschaft im Quartier zu stärken. Von Mai bis Oktober werden drei Parkplätze genutzt, um einen Aufenthaltsort zu gestalten, wo sonst nur Autos und Beton verweilt. Am einen Ende befinden sich bepflanzte Hochbeete, Sitzgelegenheiten, und eine Glasvitrine die zum Tauschrank umfunktioniert wurde, dazwischen Stoffffahnen, eine bunte Tür und liebevolle Details. Am anderen Ende eine Tribüne, auf der man auf 4 Ebenen sitzen kann, die von der anderen Seite ein Foodverteiler darstellt. Seit knapp einem Monat wird diese Abholstation für gerettetes Essen von Bewohner*innen des Quartiers genutzt. Fast 200 Menschen bedienen sich seitdem an gerettetem Essen, welches sonst im Mülleimer gelandet wäre. Das Projekt versucht urbane Räume zu erschaffen, in denen Solidarität und das politisch-demokratische Bewusstsein der Menschen gestärkt wird, um den multiplen Krisen unserer Zeit entgegenzutreten. Aufbauend auf Prinzipien wie Hierarchiefreiheit und basisdemokratischer Konsensdemokratie werden Werte gelebt, die ein kollektiveres und nachhaltigeres Zusammenleben zwischen Menschen möglich machen. Dafür bietet die Oase eine Anlaufstelle: Bewohner*innen aus dem Viertel und darüber hinaus gestalten und betreuen in ihrer Freizeit die Oase; gemeinsam werden Aktionen und Veranstaltungen geplant, wie Flohmärkte, eine Lesung, einen Spielabend oder gemütliches Beisammensein.

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Lobenswertes Engagement oder Gerüempel?
Artikeltext
Im Viertel Rechts der Wertach werden mit sogenannten „KlimaOasen" Maßnahmen für einen klimagerechten Stadtumbau ausprobiert. Eine Anwohnerin stört sich daran. Von Olivia Mannes.
Oberhausen. Die Sommer werden heißer und besonders in den Städten staut sich die Hitze. Die Stadt Augsburg hat deshalb diverse Maßnahmen für einen klimagerechten Stadtumbau ergriffen. Bei experimentelleren Umsetzungen kann es jedoch vorkommen, dass sich Anwohnende zunächst darüber wundern. So auch im Viertel Rechts der Wertach. Eine Anwohnerin kann mit der optischen Umsetzung einer „von der Stadt eingerichteten grünen Oase" in der Lindenstraße Ecke Mittelstraße nicht viel anfangen. Sie störe sich vor allem an „Faschingsfummel, Fähnchen und alten Teppichen", die aussähen wie Gerümpel. Doch was genau hat es damit auf sich? Jan Weber-Ebnet vom Quartiersmanagement Rechts der Wertach kann Licht ins Dunkel bringen. Das Quartiersmanagement betreut Projekte zur Klimaanpassung in dem Viertel, das zum Modellgebiet für „klimaresilienteQuartiere" ernannt wurde. Das bedeutet: Hier können von Stadtverwaltung, lokalen Institutionen, Immobilienbesitzern und Bewohnern kurzfristige Lösungsansätze für Klimaanpassung ausprobiert werden. „Das Quartiersmanagement verfolgt dabei zwei verschiedene Strategien", so Jan Weber-Ebnet. Es gebe mobile Klima-Oasen der Stadt, die durch den Stadtteil wandern, und temporäre Klima-Oasen, die von Anwohnenden initiiert und gestaltet werden. Eine solche temporäre Klima-Oase befinde sich von Mai bis Oktober in der Lindenstraße Ecke Mittelstraße. Sie sei vom „Kollektiv junger Menschen", einer engagierten Gruppe von größtenteils Studierenden, ins Leben gerufen worden. Jan Weber-Ebnet ist voll des Lobes: „Es ist erstaunlich, wie sich die Bürgerschaft da einbringt. Die Mitglieder des Kollektivs haben sich ehrenamtlich um die Gestaltung der Oase gekümmert und einen echten Ort der Begegnung geschaffen. Außerdem haben sie auf einem Straßenfest und einem Flohmarkt in der Nachbarschaft kürzlich eine 'Küche für alle' auf Spendenbasis und mit geretteten Lebensmitteln organisiert."
Magdalena Meyer wohnt seit fünf Jahren im Viertel Rechts der Wertach und ist Teil des Kollektivs junger Menschen, das aus einer ehemaligen „Students for Future"-Gruppe hervorgegangen ist. „Irgendwann fanden wir es nicht mehr sinnvoll, Schilder hochzuhalten und an die Politik zu appellieren. Deshalb haben wir uns für eine andere Form von Aktivismus entschieden", erklärt die Philosophiestudentin. Das Kollektiv, dessen Mitglieder zum Großteil in der Nachbarschaft wohnen, startete darum das Quartiersprojekt „Qualle" („Quartier für alle") in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement. Der Name ist Programm: „Wir wollten nicht einfach ankommen und unser Ding durchziehen, sondern nach den Bedürfnissen der Anwohnenden fragen." Durch die KlimaOase hätten die Mitglieder des Kollektivs viele Leute aus dem Viertel kennengelernt und so von den unterschiedlichsten Anliegen erfahren, erzählt Meyer. Dabei sei ein Wunsch besonders häufig gefallen: mehr Austausch und Vernetzung im Viertel. Genau deshalb hätte die „Oase" viele positive Reaktionen bei den Anwohnenden hervorgerufen – gerade bei Menschen, denen Orte der Vernetzung fehlten. Doch auch negative Feedbacks sei das Kollektiv bewusst: „Ab und zu fühlen sich Anwohnende durch den erhöhten Lärmpegel belästigt, das hält sich aber in Grenzen. Am Anfang waren es mehr Beschwerden, als die Form der Oase noch nicht erkennbar war." Nun sähe es dort aber sehr wohnlich aus, so die Studentin. „Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement haben wir die Tribüne geplant, auf deren vier Ebenen man sitzen kann, außerdem ein Hochbeet, Bänke und einen Tisch. Mittlerweile gibt es von uns auch Sonnenschirme, bunte Fahnen und eine Zeit lang hatten wir sogar einen Teppich vom Sperrmüll. Der ist durch die vielen Besucher aber schnell zu dreckig geworden, sodass er wieder wegmusste. Ganz neu ist unser Food-Verteiler. Das ist ein Kühlschrank auf der Rückseite der Tribüne. Dort können sich Anwohnende umsonst Lebensmittel nehmen." Das Kollektiv lädt alle Anwohnenden ein, aktiv zu werden und die Oase mitzugestalten. „Bald gibt es auch eine offizielle Website und einen Social Media Auftritt, wo sich jeder über zukünftige Projekte und Mitmachmöglichkeiten informieren kann", so Magdalena Meyer.

Pressemitteilungen
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Statement zur AfD-Anfrage
Pressestatement
Augsburg, 28.06.2024. Qualle – Quartier für Alle e.V.
Die AfD Stadtratsfraktion stellte am 29. Mai eine Anfrage an die Stadt Augsburg zum Nachbarschaftsprojekt Qualle – Quartier für Alle e.V. mit der offensichtlichen Intention, eine gar nicht stattfindende – aber, wie wir finden, durchaus überlegenswerte!! – finanzielle Unterstützung der Stadt Augsburg für das Projekt zu skandalisieren.
Im Verein Qualle – Quartier für Alle e.V. sind Menschen verschiedenster politischer Ausrichtungen innerhalb des demokratischen Spektrums aktiv. Jede*r ist willkommen, der oder die sich für eine lebendige demokratische Nachbarschaftskultur engagieren möchte. Von Anhängern der Linken und Grünen bis hin zu Mitgliedern der CSU finden sich Menschen in der Qualle zusammen, um Demokratie als Lebensform jenseits parteipolitischer Auseinandersetzungen erfahrbar zu machen. Highlight unserer jüngsten Aktivität war das zusammen mit dem Quartiersmanagement organisierte Mittelstraßenfest, das die große kulturelle und soziale Vielfalt des Stadtteils in einem gelungenen Fest zusammenbrachte. Platz für Autos gibt es überall auf den Straßen des Quartiers, Platz für Begegnung, nachbarschaftlichen Austausch und die Entwicklung nachbarschaftlicher Projekte nahezu keinen. Wir fragen uns, worum sorgt sich die AfD? Und mehr noch, was für eine Gesellschaft will die AfD? Hat die Sorge der AfD-Stadträte etwas zu tun mit der Vorstellung von Gesellschaft wie sie in der öffentlich gewordenen Bestrebung der massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund zum Ausdruck kommt?1 Oder mit der Ankündigung Höckes, nach Machtübernahme die deutsche Justiz zu säubern?2 Ist der AfD vielleicht die demokratische Lebensform, der die Qualle sich verpflichtet fühlt, ein Dorn im Auge? Will die AfD mit ihrer Anfrage die Stadt Augsburg anhalten, basisdemokratisches Engagement autoritär zu unterbinden?
Gerade solchen Bestrebungen werden wir unser Engagement für einen lebendigen Stadtteil Rechts-der-Wertach weiter entgegensetzen: Für demokratisches Miteinander und gegen Hass und Hetze.
![Augsburg, 28.06.2024. Pressestatement zur AfD-Anfrage. Qualle - Quartier für Alle e.V.
rechts oben: logo der Qualle, ein stilisiertes Q mit quallenartigen Armen
Text: Die AfD Stadtratsfraktion stellte am 29. Mai eine Anfrage an die Stadt Augsburg zum Nachbarschaftsprojekt Qualle – Quartier für Alle e.V. mit der offensichtlichen Intention, eine gar nicht stattfindende – aber, wie wir finden, durchaus überlegenswerte!! – finanzielle Unterstützung der Stadt Augsburg für das Projekt zu skandalisieren.
Im Verein Qualle – Quartier für Alle e.V. sind Menschen verschiedenster politischer Ausrichtungen innerhalb des demokratischen Spektrums aktiv. Jede*r ist willkommen, der oder die sich für eine lebendige demokratische Nachbarschaftskultur engagieren möchte. Von Anhängern der Linken und Grünen bis hin zu Mitgliedern der CSU finden sich Menschen in der Qualle zusammen, um Demokratie als Lebensform jenseits parteipolitischer Auseinandersetzungen erfahrbar zu machen. Highlight unserer jüngsten Aktivität war das zusammen mit dem Quartiersmanagement organisierte Mittelstraßenfest, das die große kulturelle und soziale Vielfalt des Stadtteils in einem gelungenen Fest zusammenbrachte. Platz für Autos gibt es überall auf den Straßen des Quartiers, Platz für Begegnung, nachbarschaftlichen Austausch und die Entwicklung nachbarschaftlicher Projekte nahezu keinen. Wir fragen uns, worum sorgt sich die AfD? Und mehr noch, was für eine Gesellschaft will die AfD? Hat die Sorge der AfD-Stadträte etwas zu tun mit der Vorstellung von Gesellschaft wie sie in der öffentlich gewordenen Bestrebung der massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund zum Ausdruck kommt?[Eine Fußnote: https://www.zeit.de/kultur/2024-01/afd-geheimplan-remigration-carl-schmitt ] Oder mit der Ankündigung Höckes, nach Machtübernahme die deutsche Justiz zu säubern?[Eine Fußnote: https://taz.de/Fascho-Prozess-in-Halle/!6019980/ ] Ist der AfD vielleicht die demokratische Lebensform, der die Qualle sich verpflichtet fühlt, ein Dorn im Auge? Will die AfD mit ihrer Anfrage die Stadt Augsburg anhalten, basisdemokratisches Engagement autoritär zu unterbinden?
Gerade solchen Bestrebungen werden wir unser Engagement für einen lebendigen Stadtteil Rechts-der-Wertach weiter entgegensetzen: Für demokratisches Miteinander und gegen Hass und Hetze. Augsburg, 28.06.2024. Pressestatement zur AfD-Anfrage. Qualle - Quartier für Alle e.V.
rechts oben: logo der Qualle, ein stilisiertes Q mit quallenartigen Armen
Text: Die AfD Stadtratsfraktion stellte am 29. Mai eine Anfrage an die Stadt Augsburg zum Nachbarschaftsprojekt Qualle – Quartier für Alle e.V. mit der offensichtlichen Intention, eine gar nicht stattfindende – aber, wie wir finden, durchaus überlegenswerte!! – finanzielle Unterstützung der Stadt Augsburg für das Projekt zu skandalisieren.
Im Verein Qualle – Quartier für Alle e.V. sind Menschen verschiedenster politischer Ausrichtungen innerhalb des demokratischen Spektrums aktiv. Jede*r ist willkommen, der oder die sich für eine lebendige demokratische Nachbarschaftskultur engagieren möchte. Von Anhängern der Linken und Grünen bis hin zu Mitgliedern der CSU finden sich Menschen in der Qualle zusammen, um Demokratie als Lebensform jenseits parteipolitischer Auseinandersetzungen erfahrbar zu machen. Highlight unserer jüngsten Aktivität war das zusammen mit dem Quartiersmanagement organisierte Mittelstraßenfest, das die große kulturelle und soziale Vielfalt des Stadtteils in einem gelungenen Fest zusammenbrachte. Platz für Autos gibt es überall auf den Straßen des Quartiers, Platz für Begegnung, nachbarschaftlichen Austausch und die Entwicklung nachbarschaftlicher Projekte nahezu keinen. Wir fragen uns, worum sorgt sich die AfD? Und mehr noch, was für eine Gesellschaft will die AfD? Hat die Sorge der AfD-Stadträte etwas zu tun mit der Vorstellung von Gesellschaft wie sie in der öffentlich gewordenen Bestrebung der massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund zum Ausdruck kommt?[Eine Fußnote: https://www.zeit.de/kultur/2024-01/afd-geheimplan-remigration-carl-schmitt ] Oder mit der Ankündigung Höckes, nach Machtübernahme die deutsche Justiz zu säubern?[Eine Fußnote: https://taz.de/Fascho-Prozess-in-Halle/!6019980/ ] Ist der AfD vielleicht die demokratische Lebensform, der die Qualle sich verpflichtet fühlt, ein Dorn im Auge? Will die AfD mit ihrer Anfrage die Stadt Augsburg anhalten, basisdemokratisches Engagement autoritär zu unterbinden?
Gerade solchen Bestrebungen werden wir unser Engagement für einen lebendigen Stadtteil Rechts-der-Wertach weiter entgegensetzen: Für demokratisches Miteinander und gegen Hass und Hetze.](img/PM Qualle (28.06.).png)
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Sommerfest in Rechts-der-Wertach: Ein buntes Wochenende für das Quartier
Pressemitteilung
Augsburg, 14.06.2024. Qualle – Quartier für Alle e.V. & Quartiersmanagement Rechts-der-Wertach.
Am Samstag, den 22. Juni, veranstaltet das Quartiersmanagement Rechts-der-Wertach gemeinsam mit dem Quartierprojekt Qualle – Quartier für Alle e.V. das diesjährige Sommerfest auf der Kreuzung von Mittel- und Wiesenstraße. Von 15 bis 18 Uhr erwartet die Nachbarschaft ein buntes Programm mit Trommelworkshops, einem Tauschbasar für Spielzeug und Kleidung sowie einem vielfältigen Kinderprogramm zum Spielen und Basteln. Im Anschluss, von 18 bis 22 Uhr, wird die Mittelstraße von verschiedenen Augsburger Künstler:innen mit Livemusik erfüllt: akustische Gitarre und Gesang von „ASTRO", Hip-Hop aus Oberhausen von „UNIQUEPRODIGY REOCORDS" und Cumbia, Rock und Salsa von „MÚKURA". Parallel findet im Projektraum Rechts-der-Wertach in der Wolfgangstraße das Theaterstück „Der Narr der Neuzeit – Akt V" von A. Lane Ziegler statt, gefolgt von einem Queer Slam. Dabei tragen Mitglieder der Gruppe selbst verfasste Texte vor.
Für das leibliche Wohl der Besuchenden des Festes ist gesorgt: Der Soziale Mampf kocht veganes Essen auf Spendenbasis und die Bar des Quartiersmanagements bleibt während des gesamten Festes für Verpflegung mit Getränken und Kaffee geöffnet. „DJ VAN DER FELDEN" sorgt am Nachmittag für entspannte, musikalische Vibes. Außerdem haben Nachbarinnen und Nachbarn die Möglichkeit, sich über Initiativen und Projekte im Quartier zu informieren. So wird etwa das Quartiersmanagement über Klima-Förderprogramme informieren.
„Mit dem Fest wollen wir auf die Vielzahl von Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements im Quartier Rechts-der-Wertach aufmerksam machen und bieten eine Plattform der Vernetzung und des Austausches für die Nachbarschaft. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen ist es wichtig, Menschen zusammenzubringen und die lokale Demokratie zu stärken", sagt Lou, ein Aktivist und Vorstandsmitglied des Quartiersprojekts Qualle. „Zudem bietet unser diesjähriges Mittelstraßenfest viel Platz für kreative Entfaltung, kulturellen Austausch und die Möglichkeit für einen Nachmittag im Jahr den urbanen Raum für die Menschen im Quartier nutzbar zu machen."
Teil Zwei des Mittelstraßenfests: Brunch der Kulturen
Am Sonntag, den 23. Juni, geht das Fest mit dem zweiten Teil weiter: Um 12 Uhr beginnt der Brunch der Kulturen auf der Mittelstraße. An einer langen Tafel werden die Nachbarinnen und Nachbarn gemeinsam speisen. Jeder und jede bringt dazu die Speisen mit, die sie oder er sich wünscht, und am angerichteten Tisch wird dann geteilt. Zuvor, um 11 Uhr, gibt es eine Lesung zur Refugee Week im Cafe Tür an Tür. Der Brunch bietet sich also ideal als Stärkung nach der Lesung an.
Kontakt: Für Fragen zum Fest steht das Team unter info@qualleaugsburg.de oder kontakt@rechts-der-wertach.de zur Verfügung.


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Selbstorganisiertes Strassenfest in Rechts-der-Wertach
Pressemitteilung
Augsburg, 13.10.2023. Qualle – Quartier für Alle.
Das Quartiersprojekt Qualle (Quartier für Alle) feiert am kommenden Wochenende ein Straßenfest in Rechts der Wertach. Zwischen Lindenstraße und Schützenstraße wird der urbane Raum umgestaltet: Neben Flohmärkten und einem Tauschbasar, Essen für alle und Infoständen zum Thema Wohnraum, Live Musik und DJ-Sets, wird ein neuer Raum des Miteinanders gefunden, in dem Menschen ohne Konsumzwang aufeinander treffen – jenseits von Gentrifizierung.
Nachdem die Qualle im Juni ins Leben gerufen wurde, hat sich schnell eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichsten Backgrounds zusammengefunden, um für eine konstruktive Veränderungsperspektive für das Quartier aktiv zu werden. Dabei engagieren sich Menschen verschiedener Altersklassen und soziokultureller Kontexte in ihrer freien Zeit. Als Erfolge dieser Zusammenarbeit ist beispielsweise eine Foodverteiler-Station und ein Tauschregal hervorgegangen. Der nächste Schritt der Initiative ist die Eröffnung eines Quartierszentrums für die Nachbarschaft in Rechts der Wertach.
„Der gesellschaftlichen Ambivalenz wollen wir mit Solidarität und Toleranz begegnen. Wir sind der Ansicht, dass eine Transformation des Zwischenmenschlichen auch die Strukturen im Makrokosmos verändert", sagen die Aktiven der Qualle. „In der Hoffnung Synergien kreieren zu können, freuen wir uns auf den nächsten Schritt – das Straßenfest."
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Gemeinsam gegen die Flut an Kippenstummeln
Pressemitteilung
Augsburg, 13.10.2023. Qualle – Quartier für Alle.
Das Quartiersprojekt Qualle (Quartier für Alle) versucht mit einer Kampagne gegen die Flut an Kippenstummeln vorzugehen. Das Kollektiv wird an die 12 jungen Bäume in der Wertachstraße selbst gebaute Aschenbecher anbringen. Dabei werden sie von lokalen Akteuren in der Wertachstraße unterstützt. 13 Geschäfte und Organisationen wie Café Tür an Tür, das Quartiersmanagement Rechts der Wertach und Bund Naturschutz Bayern unterstützen die selbstorganisierte Initiative. Als Einstieg in das Straßenfest (14. und 15. Oktober 2023) wird das Quartiersprojekt in einer Gemeinschaftsaktion mit Greenpeace die Wertachstraße von Müll und Kippenstummeln befreien. Treffpunkt ist Samstag der 14. Oktober ab 12 Uhr an der Oase der Qualle (Ecke Lindenstraße/Mittelstraße) – Alle sind herzlich eingeladen!
Initiatorin des Projekts ist Helga Grainer (83), eine langjährige Bewohnerin des Viertels, die seit eineinhalb Jahren versucht, aktiv gegen die Verschmutzung durch Kippenstummel vorzugehen. Nachdem die Wertachstraße 2021 saniert wurde, wurde sie darauf aufmerksam, dass unter den neu gepflanzten Bäumen hunderte von Zigarettenstummeln liegen. Trotz ideeller Unterstützung passierte nichts. Mit der Qualle fand sie endlich ein Team, um die Idee in die Tat umzusetzen.
Kippenstummel haben gravierende Auswirkungen auf das Grundwasser und die kleinen natürlichen Inseln im Stadtbild. 4.300 Milliarden Zigarettenkippen fallen jährlich weltweit als Müll an. 80% davon landen in der Umwelt. Bereits ein kleiner Regen genügt um die enthaltenen Giftstoffe auszuwaschen und in unser Grundwasser zu leiten. Deshalb wird das selbstverwaltete Quartiersprojekt die Aschenbecher leeren und die Kippen sammeln. Toba Cycle, ein kooperierender gemeinnütziger Verein aus Köln, recycelt diese zu Taschenaschenbechern, um das Problem auf mehreren Ebenen anzugehen.
„Meine Hoffnung ist, dass der Funke überspringt", sagt Helga. „Nur in der Gemeinschaft schaffen wir es derartige Projekte umzusetzen und unseren Raum gemeinsam nach unseren Bedürfnissen und Vorstellungen zu gestalten."
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